Mein heutiges Interview mit Peter Heinrich vom Börsen Radio Network. Wir haben zahlreiche relevante Themen diskutiert, begonnen mit der gestrigen Fed-Sitzung, über die Problematik von Angebotsschocks, die potenzielle Geldpolitik unter einem neuen Fed-Präsidenten, den Umgang mit dem Sondervermögen in Deutschland bis hin zu den makroökonomischen Auswirkungen von KI.
Link zum Interview:
„Zwischen Fed-Sitzung, Energiepreisen und KI steht die Wirtschaft gerade unter drei Spannungsfeldern. Wie stabil ist dieses Bild wirklich, und was davon ist schon Trend, was nur Störgeräusch? „Wir sehen einen Aufwärtsdruck auf die Inflation. Eigentlich müsste man nun die Zinsen erhöhen.“ Prof. Harm Bandholz von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel spricht von Angebotsschocks, insbesondere bei der Ölversorgung. „Preise sind im Markt ein Koordinationsmechanismus. Ich bin skeptisch, dass der Staat da wirklich viel ausrichten kann.“ Deutschland hofft auf Erholung und stolpert gleichzeitig über teure Energie. Ist das schon wieder Aufschwung mit angezogener Handbremse? Als „kurzfristig gut für die Konjunktur“ beschreibt Bandholz den Umgang mit dem Sondervermögen: „Ohne Zweifel ist das wachstumsfördernd.“ Aber wie konsumtiv (und eben nicht langfristig) sind diese Investitionen? Bandholz ist skeptisch. Weitere Bedenken gibt es beim Fortschrittsglauben mit der KI: „Eine große Herausforderung auch für Hochschulen: Wenn wir nur noch theoretisches Wissen vermitteln, sind unsere Studierenden bald austauschbar.„